Herbskorrektur (08.08.2006)

Nach einigen recht ruhigen Wochen am Deutschen Aktienmarkt, die eine geordnete Aufwärtsbewegung brachten, stehen die Zeichen nun wieder auf Sturm.
Die saisonal schwächste Phase des Jahres steht im Unterjahreszyklus bevor und der 4-Jahreszyklus zeigt selbiges auf.
Das Zwischenhoch wird meist im Mitteldrittel des Monats August markiert.
Zunächst setzen die Kurse dann moderat zurück, um Anfang September immer mehr Dynamik gen Süden zu entwickeln und letztlich fast in den freien Fall überzugehen.
Diese Herbstschwäche ist eines der stabilsten saisonalen Muster, fällt aber in den einzelnen Jahren einer Dekade unterschiedlich stark aus.
In 3er und 5er-Jahren (Jahre, die mit 3 bzw. 5 enden) fällt die Herbstkorrektur quasi komplett aus.
In 6er-Jahren (und ein solches haben wir) fällt sie in der Regel moderater aus und es gibt nicht zwangsläufig neue Tiefs.
Im aktuellen Jahr fallen ein 6er-Jahr und ein Midterm-Jahr des 4-Jahreszyklus zusammen.
Der 4-Jahreszyklus ist hier etwas dominanter und sollte das Dekadenmuster überlagern.
Wir müssen also für die Zeit ab 13. August bis 1. Oktober durchaus Verluste einplanen im Dax, doch wie ausgeprägt diese sein werden läßt sich aktuell nicht sagen.
Insbesondere vor dem September ist als mit Abstand schwächster Monat zu warnen.
Die Kurse fallen hier für gewöhnlich vom Monatsbeginn an bis zum Monatsende.
In 65% der Fälle weist der September ein negatives Ergebnis aus.

 



Wir haben im Dax bereits die Mindestanforderung (zwei Abwärtswellen seit dem Hoch bei 6162 Pkt) erfüllt.
Wichtig wird nun sein, ob der Dax zunächst den Widerstand bei 5730/40 und später die eminent wichtige Region um 5850/60 nachhaltig überwinden kann.
Sollte der Dax dies nicht schaffen, so ist er technisch noch labil und es könnte ein stürmischer Herbst werden.
Die Initialmarke für ein Topping ist 5580 Pkt.
Wenn der Dax unter diese Marke fällt (idealerweise per Tagesschlusskurs), dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Herbstkorrektur gestartet.
Für eine bevorstehende Herbstkorrektur spricht charttechnisch das geringe Aufwärtsmomentum beim Anstieg seit 5242 Pkt.
Es wird recht gut sichtbar, dass der Dax für den Kursrutsch 6162 bis 5242 Pkt bedeutend kürzer benötigte, als für die Erholung, die in einem flachen Trendkanal verläuft.
Die Bögen illustrieren dies.
Auch negativ ist, dass der Dax es bislang nicht schafft die Oberseite des Trendkanals zu erreichen.
In einem Bullenmarkt hangelt sich ein Markt oft über Wochen an der Kanaloberseite entlang und in Abwärtstrends gilt dies für die Unterseite.
Im Best-Case sehe ich noch einen Anstieg bis 5850 Pkt (ca), womit wir eine abc-Korrektur mit zwei gleichlangen Bewegungen (a=c) vollzogen hätten.
Sollte die oben bereits genannte Initialmarke von 5580 Pkt gebrochen werden, ist das daraus resultierende Ziel bei ca. 5300/5350 Pkt anzusetzen.
Eine Ausdehnung der Bewegung bis hin zu 4900 Pkt (im Worst Case) ist möglich.

 



Produktvorschlag: ABN4SG (Dax-Short)
Good Trades wünscht Ihnen Ihre
Seasonal-Trader Redaktion



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